WEBLOG ÜBER CAFÉS, KAFFEE UND KAFFEEVERWANDTE ORTE UND PRODUKTE.

Dienstag, Juni 30, 2009

Kunst-Café Fleckeby

Da will ich doch schon seit Jahren einen Post über das Kunst-Café in Fleckeby schreiben, im Grunde genommen ist dies das Café, weshalb es dieses Blog überhaupt gibt, und jetzt habe ich so lange gezaudert, bis der Landcafé-Boom so verbreitet ist, dass sogar "Die Zeit" darüber schreibt. Dabei habe ich immer nur nicht so richtig in Worte fassen können, wie gut es dort ist. Nicht ganz billig, okay, aber dafür sind die Backerzeugnisse wirklich jedesmal einfach gleichbleibend gut. Wir gehen jedenfalls schon seit geschätzten 15 Jahren immer wieder gerne hin. Und wie das naturgemäß so ist, reißen wir den Altersdurchnitt auch nicht mehr ganz so dolle nach unten. Und zu diesem ollen Zeitartikel von vorletzter Woche muss ich einfach nochmal sagen: Der war echt unspannend. Da hätt man wirklich etwas mehr Herzblut reinlegen können, wenn man sich schon die Mühe macht, um die ganze Schlei zu orgeln und tonnenweise Torten in sich reinzuspachteln. Naja. Aber voller Bauch studiert ja bekanntlich nicht gerne.

Und eventuell ist die Autorin auch gar nicht selbst gefahren, sondern hat nur eingehend die beiden vorhandenen Ausgaben der Mohltied (sehr empfehlenswert, wenn man sich viel an der Schlei rumtreibt übrigens) gelesen. Da hätte dann der routinierte Schreiber schon genug Infos um mit ein bisschen Phantasie eine eigene Reportage zusammenzuzimmern. Aber davon geh ich jetzt mal nicht aus. Oder handelt es sich womöglich um einen Gefälligkeits-PR-Artikel, denn es wird ja sogar auf oben genanntes Druckerzeugnis hingewiesen? Nein, bestimmt nicht. Das kann ich mir nicht vorstellen. Nicht in der Zeit.

Freitag, Mai 01, 2009

Es muss nicht immer Kaffee sein, 1. Ausgabe

Das beste Cordon bleu ever gibt es übrigens bei Reimers Gasthof in Geltorf. Im Moment auch mit Spargel. Da reist man schon mal 280 km an, wenn man nicht gerade zufällig in der Nähe ist, um dem Chef beim Fleischklopfen zuzuhören und sich beim Bier (u.a. Flens vom Fass, wo auch, wenn nicht hier) darauf zu freuen, dass gleich der leckere Käse aus dem kross panierten Schweineteil rausquellen wird. Hervorragend.

Sonntag, März 08, 2009

Im Schloss


Am ersten Tag auf über 2.000 Metern Höhe kann man schon mal nach drei Stunden auf Brettern schlapp machen. Da trifft es sich gut, dass das Hotel eine Eins-A-Sonnenterrasse mit herrlichstem Ausblick hat. Das frühe Schlappmachen zahlt sich dann auch aus und beschert mir einen freien Liegestuhl, inklusive kuscheliger Decke, und ich fühle mich mit meinem Andree Hesse fast wie im Sanatorium. Der Hesse bleibt zumindest auf der Terrasse ungelesen, da die eintrudelnden anderen Gäste einfach zu spannende Gesprächsverläufe haben. Ich verschanze mich also hinter dem Buch und schlürfe meinen Tee, während ich entspannt lausche. Da hört man dann schon mal Aspen, Geweih-Kronleuchter oder Klub an der Alster. Aber wenn die Kuchen und Torten nur halb so lecker sind (hab sie bisher nicht probiert, nur gesehen) wie das abendliche 5-Gänge-Menü, dann ist das garantiert der goldrichtige Ort für ausgemachte Kaffeetanten, hier.

Freitag, Dezember 12, 2008

Osterhasi

Noch bis zum 13. April 2009 zeigt das Bomann-Museum Celle die Ausstellung "Träume aus Zucker, Marzipan und Schokolade".
Zu ausgewählten Terminen gibt's Kurse zum Zugucken und Mitmachen: z.B. "Pralinen-Herstellung" oder vor Ostern das "Gießen von Osterhasen und Ostereiern" und anderer osternaher Tiere und Formen sowie die Herstellung derselben aus Marzipan.
Und nicht vergessen: Freitag ist Freitag und der Eintritt kostet dann nix.

Sonntag, August 17, 2008

Kein heißer Scheiß

Ich hasse ja jegliche Form von Kundenbindungskrams und so. Da ich aber regelmäßig in Lübeck die dort ortsansässige Bäckereikette besuche, liegt diese doch in mehrfacher Ausführung, genaugenommen dreifacher, auf dem Weg zu meiner Arbeit, um dort mein Frühstück zu jagen, obwohl es sicher günstigere Möglichkeiten gibt, an ein belegtes Brötchen und einen mittleren Cappucino zu kommen, ich dort also so viel Geld lasse, besitze ich auch eine Stempelkarte, die ich mir artig abstempeln lasse, damit ich nach 12 mittleren Cappucino, dann auch mal den 13. umsonst kriege. Oben drauf steht fett: Kaffeespezialitäten-Treukarte. Ich meine mich zu erinnern, dass ich in meiner Stammfiliale die Karte auch schon bei einem Tee abgestempelt bekam. Lange Rede kurzer Sinn: Neulich befand ich mich dann mal am Lübecker Bahnhof, auf dem Weg nach Berlin. Und weil es so heiß war an diesem Morgen, war mir eher nach einem Eiskaffee zu meinem Frühstücksbrötchen. Nichts Böses ahnend hielt ich der Bäckereifachverkäuferin meine Stempelkarte hin und die sagte allen Ernstes: "Dafür kriegen Sie keinen Stempel. Das ist schließlich ein Eisgetränk und kein Heißgetränk." Ey, Alte. Ich leg hier fast fünf Schleifen fürn Eiskaffee und ne olle Schlemmertasche auf den Tresen und du verweigerst mir den dämlichen Stempel. Ich glaub es geht los. Leider hab ich das natürlich nicht gesagt. Ich war viel zu perplex. Und leider kaufe ich da immer noch ein. Obwohl ich diese Bäckerikette damals in Schwerin schon unfassbar teuer fand. Mittlerweile traue ich mich aber nicht mal mehr, die Stempelkarte bei einem Tee in meiner Stammfiliale hinzuhalten. Wie sehr lässt man sich als Kunde eigentlich demütigen? Und warum macht der doofe Coffeeshop, zu dem ich eigentlich viel lieber gehe, erst um halb zehn auf, wenn ich schon längst am Schreibtisch sitze? Und warum schaffe ich es eigentlich nicht, zu Hause zu frühstücken? Fragen über Fragen, die ich auch zu einem späteren Zeitpunkt wohl nicht beantworten werde.

Freitag, März 14, 2008

Cappu-Tina

Ein Ritual ist es bei uns, am Freitagmorgen in die italienische Stehfresse um die Ecke zu gehen, bei Wirtin Tina Parmaschinken-Brötchen/-Ciabatta mit Provolone zu bestellen und dazu Cappucino zu trinken. Wir würden bei der Bestellung jetzt nicht unsere sehr mageren Italienischkenntnisse über Gebühr raushängen lassen, bei Benutzung oder Anhörung des Wortes Cappu, krieg ich allerdings Amarettini-große Pickel. Und "Mach ma zwei Cappu, Tina" würde mir deshalb nie über die Lippen kommen. Da bestell ich noch eher zwei Ladde. Trotzdem gehen wir da gerne und oft hin. Seit es das Rauchverbot gibt noch viel lieber. Da wird man nicht schon zum Frühstück zugequalmt, und der Cappu schmeckt nochmal so gut... Ups.

Piacere. Otto-Brenner-Straße. 30159 Hannover

Donnerstag, Juli 05, 2007

Irgendwie Café im Zelt

Es gibt schon eigenartige Locations für Cafés. Obwohl es hier gar nicht so sehr die Location ist. Neben einem Golfplatz kann man schon irgendwie einen gastronomischen Betrieb erwarten. Schließlich wollen die Golfer ja auch was essen. Zumal dieser Golfplatz ein Golfplatz für jedermann ist. Kann man hingehen, sich Schläger leihen und ab geht die Post. Fast wie Minigolf, nur in groß. Das Café am Golfplatz ist trotzdem irgendwie aufs Minimum reduziert. Und irgendwie hab ich mich auch gerade verfranst...
Also nochmal von vorne:
Am Golfplatz in Boltenhagen, vielmehr in Redewisch ein paar Kilometer westlich von Boltenhagen steht ein nicht mehr ganz weißes Zelt, in dem es bei entsprechenden Temperaturen natürlich bulleheiß wird. Drumherum wimmelt es von unzähligen Monoblocksesseln. ("Die sind ja so praktisch - pflegeleicht und unkaputtbar.") Passenderweise heißt dieses Etablissement Zeltcafé an der Steilküste, denn die Steilküste ist gar nicht so weit weg und möchte man von Boltenhagen zu Fuß zum Café, läuft man auch die ganze Zeit auf ihr entlang und genießt einen hinreißenden Blick über die Lübecker Bucht und über wogende Felder. Einfach herrlich jedenfalls. Besonders bei schönem Wetter. Irgendwann kommt man in ein Wäldchen, wo noch ein alter Wachturm aus DDR-Zeiten steht und noch andere komische Anlagen. Direkt hinter dem Wäldchen liegt der Golfplatz und wenn man jetzt nicht dem Weg weiter an der Steilküste folgt, sondern sich ins Landesinnere wendet, erreicht man nach ein paar Hundert Metern das Café. Man findet's ganz greuslich auf den ersten Blick - also, ich zumindest -, aber weil wir nach dem Spaziergang jetzt gerne was trinken oder essen möchten, kehren wir trotzdem ein. Und, irgendwie wundert's uns doch nicht: Hier gibt's einfach geile hausgemachte Kuchen und Torten. Und drumherum ist's auch ganz hübsch - wenn man gerne auf den Golfplatz guckt. Aber immerhin sind wir ja gerade eine ganze Weile am Wasser lang gelaufen, und hinter'm Golfplatz wogt Weizen im Wind, wahlweise blüht auch der Raps, und wenn ich mich recht entsinne, kann man in der Ferne doch irgendwie das Meer sehen. Dieses Fleckchen hätte auf jeden Fall ein hübscheres Café verdient - und besonders auch das extrem leckere Gebäck. Aber wahrscheinlich wurde mit dem Zelt aus der Not eine Tugend gemacht. Und irgendwie ist es ja auch besonders.

Zeltcafé an der Steilküste. Redewisch. Ausbau 16. Täglich 10 bis 21 Uhr.

Mittwoch, Juni 20, 2007

Kaffee in Dünen


Wenn der erste Herbststurm im Juli über Norderney fegt oder dicke Regentropfen kleine Krater im feinen Sand hinterlassen, machen sie hier vielleicht schon den Kamin an. (Draußen sitzen kann man auch schön; hab ich mir sagen lassen.)

Weiße Düne 1. 26548 Norderney. 04932 - 93 57 17

Dienstag, Juni 05, 2007

Schwedische Wochen im Café Glocksee

Da gibt es keine Köttbullar, kein Jansons Frestelse und keine Zimtschnecken. Sondern vorletzten Samstag Christian Kjellvander und Logh. Und eben gerade Nervous Nellie und Shout Out Louds. Ist ja immer ein bisschen schwierig, wenn die Vorgruppe besser ist als der Hauptact. Kjellvander ließ den halb so großen Sänger von Logh stimmlich ziemlich alt aussehen. Das war ein bisschen wie Schul AG Rockmusik auf Tour. Kjellvander der Lehrer und die Lümmels von Logh konnten sich nicht einigen, wer denn jetzt das Schlagzeug spielt, und da wurden dann kurzerhand einfach zwei auf die Bühne gestellt. Das rockte irgendwie ein bisschen, dann aber doch nicht so richtig. Auf CD sind sie aufregender. Hüne Kjellvander war der absolute Wahnsinn. Der rockt zwar nicht, aber er rührt und das umso mehr - wenn er nur beim Singen das Gesicht nicht so schräg verziehen würde. Schnuppe, einfach ab und zu die Augen zu machen oder auf die Gitarre gucken oder auf die mitgebrachte Sängerin/Mandolinistin/Keyboarderin, deren Look schon sehr - ich würde es mal 'interessant' nennen - war.
Nervous Nellie und Shout Out Louds ließen eben gerade das Café Glocksee kochen. Hab dort selten so eine Stimmung erlebt. Ausgesprochen uplifting eröffneten die zugewachsenen Puschelbärchen von Nervous Nellie den Abend. Fröhliche Surfer-Dude-Musik von der Westküste, die sofort zum Hüpfen und Hampeln anregt. Sensationell. Shout Out Louds blieben dahinter fast ein bisschen zurück, aber auch nur fast. Robert Smith hatte sich als Tobey Maguire verkleidet, was ihm auch ganz gut gelungen ist. Aber seine Stimme konnte nicht darüber hinwegtäuschen, mit wem man es tatsächlich zu tun hatte. Egal. 's war geil. Genug geschwafelt. Gute Nacht.

Mittwoch, Mai 30, 2007

Auf die Schnelle 2

Brot, Brötchen und Kuchen in köstlicher Auswahl gibt es übrigens beim Bäcker mit integriertem Stehcafé am Christianshavntorv, Torvegade Ecke Overgaden oven Vandet in Kopenhagen. (Das Personal wird da, glaub ich, auch nach Aussehen angestellt. Alle mindestens so knackig wie die Brötchen.) Und wer eine günstige Übernachtungsmöglichkeit sucht. Gleich schräg gegenüber in der Torvegade 36 ist das Chicken's. Betten sind zwar etwas durchgelegen und nach vorne raus ist es etwas laut, dafür kriegt man es bestimmt nirgends in Kopenhagen für den Preis so kuschelig.

Montag, Mai 21, 2007

Auf die Schnelle

Sehr zu empfehlen übrigens auch die Fischfrikadellen im Café Oscar in Vordingborg (DK) am Hafen.

Mittwoch, April 18, 2007

Tomatenbrot, schlicht

5,50 Euro für ein Sandwich Mixta erscheint auf den ersten Blick ein bisschen teuer, wenn es sich dabei um zwei Scheiben Toast handelt, zwischen die im Sandwich-Bereiter jeweils eine Scheibe Käse und Kochschinken gequetscht wurde, wie man es eben in vielen Cafés bekommt. (Zum Vergleich: Hier in Hannover in Luis' Café Törtchen kostet der Toasta Mixta 1,80 Euro.) Im Cas Cosi in Banyalbufar servieren sie allerdings zwei große dicke Scheiben Bauernbrot: eine belegt mit gewürzten Tomatenscheiben, die andere mit Serranoschinken und Manchego. Dazu noch eine Hand voll sehr scharf eingelegter Oliven. Nach einer ausgedehnten Wanderung durch die Serra de Tramuntana ein ganz köstlicher Schmaus, der seinen Preis wert ist. Schmeckt auch, wenn man mit dem Auto vorgefahren ist und kurz den Ort erkundet hat, was mit einigen Treppen und steil ansteigenden Gassen allerdings auch nicht ganz unanstrengend ist. Die Torten (z.B. Schoko oder Birne) sahen ebenfalls ganz köstlich aus.

Restaurante Café Cas Cosi. Calle Baronia 1-3. 07191 Banyalbufar. Mallorca. Spanien.

Samstag, November 11, 2006

Es wird viel geschüttelt

220 Kilometer Anreise haben sich gelohnt: Die Aeronauten sind zu Gast im Cafè Glocksee und bieten mal wieder alles auf. Auch wenn so mancher Maschinenbaustudent des Ska-Tanzens nicht wirklich mächtig ist und die Ellenbogen jenseits des Rhythmus um Haaresbreite mehrere Nasen verfehlen. Trotzdem alles heil geblieben. Die Spezialität dieses Cafés: Herri in Flaschen.

Sonntag, Juni 04, 2006

Heldenverehrung

Maschine kaputt im Kappelner La Case Kreol-Mauritius und deshalb kein Espresso zum Nachtisch. Dummerweise haben wir fürs lange Wochenende auch keinen gekauft. Ein Faux-pas sondergleichen. Unsere Rettung heißt La Gondola - erste Eisdiele am Platz. Dort haben sie die Stühle zwar schon reingeräumt und leider auch die Maschine gereinigt, trotzdem lässt es sich der freundliche Eisverkäufer nicht nehmen, uns einen Becher Espresso-Pulver zu schenken, damit wir es uns sozusagen selbst machen können. Unser Held! Als Dank nehmen wir jede eine Kugel Schokoladeneis (sehr schokoladig), obwohl eigentlich echt nix mehr rein geht.

Eiscafé La Gondola. Poststraße 7. 24376 Kappeln. 04642. 15 62

Donnerstag, Mai 25, 2006

Heiß!

Besonders lecker im Kaffeehaus Heldt in Eckernförde ist an diesem Donnerstagnachmittag die Bedienung. Der Rest (Tee, Kuchen, Einrichtung usw.) tritt in den Hintergrund. Obwohl das rein gar nichts über die Qualität des Restes (tadellos) aussagt, sondern vielmehr über die Bedienung! Vielleicht betrieb ja gerade ein mir bisher nicht bekannter Nachwuchsschauspieler Method Acting. Nein, eher nicht. Oder gibt es Unternehmen, die ihre Nachwuchs-Führungskräfte erstmal zurück zu den Wurzeln schicken, bevor sie das ganz große Rad drehen dürfen?
Wenig überzeugend. Vielleicht finanziert er aber einfach nur sein wildes, freies Surferleben - im Sommer in Eckernförde und sonst im Rest der Welt. Das klingt doch jetzt mal richtig plausibel. Diese Theorie überzeugt mich zutiefst. Das hat Glam. So wird ein Schuh draus. Und nächstes Mal frage ich einfach. Wenn ich mich traue. Und vorher die Haare gewaschen habe.

Kaffeehaus und Konditorei Heldt. St. Nikolaistraße 1. 24340 Eckernförde. 04351.27 31

Freitag, Mai 12, 2006

Kalter Kaffee

Ich kaufe grundsätzlich keine Lebensmittel, auf denen "trendfood" steht, auch wenn es die einzige Möglichkeit ist, an Schweinebauch zu kommen. Und was ich von "Fleischspieß 'Viererkette'" halten soll, weiß ich auch nicht so genau. Ist das vleicht Eli Roths Splatter-Tischfußball-Beitrag zur WM?